Folge 03 - Eldorado - Die Goldenen 20er
Shownotes
🎙️ Eldorado – Berlin tanzt anders
Willkommen im Berlin der 1920er Jahre – wild, frei und voller Widersprüche. Im „Eldorado“, dem berühmtesten queeren Club der Weimarer Zeit, trafen sich Künstler, Tänzerinnen, Drag-Performer und Nachtschwärmer aus aller Welt. Hier leuchtete das Neonlicht über einer Stadt, die zwischen Glanz und Abgrund taumelte. In unserem Podcast erzählen wir die Geschichten hinter dem Mythos: von Freiheit und Verfolgung, von Glamour und Gefahr – und davon, warum das Eldorado bis heute ein Symbol für Mut, Vielfalt und Selbstbestimmung geblieben ist.
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Transkript anzeigen
00:00:21:
00:00:24: Ein herzliches Hallo an alle Zuhörer unseres dritten Spoiler-Alarm-Podcasts.
00:00:34: Mein Name ist Ansgar Lars und ich freue mich Ihnen euch natürlich monatlich als Kulturfremd der Stadt, spannende zukünftige Events aus Papenburg vorzustellen.
00:00:42: Und diesmal haben wir unseren Podcast nicht in Papenburg auf, sondern sind extra nach Berlin gefahren, passend zu unserem bevorstehenden Event im November.
00:00:51: Aber das wollen wir euch nach und nach vorstellen.
00:00:54: Also Achtung!
00:00:58: Unser Event-Saison-Fünfund-Zwanzig-Sächsen-Zwanzig steht unter dem Leitthema Mission Freedom, Mission Freiheit.
00:01:05: Denn gerade jetzt leben wir in Zeiten, wo es wichtig ist, für die Freiheit und das freie Leben einzustehen.
00:01:10: Das ist auch natürlich das Thema heute bzw.
00:01:13: das Thema dieses Abends.
00:01:15: Wir greifen dieses Thema aber generell in der Saison in verschiedenster Art und Weise auf, in verschiedenen Veranstaltungen und Projekten.
00:01:21: und dieses große Highlight, diese große Freiheitspartie, findet am zwanzigsten November im Güterbahnhof, das war unsere letzte Location vom letzten Podcast.
00:01:33: Da wird dieses Event stattfinden.
00:01:36: So, und heute haben wir mal mehrere Gäste, nämlich gleichzeitig, das wird sehr spannend, euch alle gleichzeitig hier, sagt mal alle, hallo, einmal wenigstens.
00:01:44: Hallo.
00:01:45: Ihr hört das, wir sind nämlich jetzt insgesamt zu viert.
00:01:48: Und ich werde euch kurz vorstellen, damit wir euch dann näher gleich vorstellen, damit ich nicht so viel reden muss.
00:01:55: Also das Erste ist, haben wir einen Musiker durch und durch hier, startete als Pianist im Friedrichstadtpalast und wurde dort zum Arrangeur viele Jahre mit seiner Band.
00:02:05: Wird er am Abend nämlich dann die passende Musik im Stile der zwanziger Jahre praktisch für uns spielen.
00:02:12: Schön, dass du da bist, Frank Holmann.
00:02:13: Gerne.
00:02:14: Äh,
00:02:15: du hast natürlich drei fantastische Stimmen.
00:02:17: Davon ist heute auch eine Stimme da, die dieses natürlich, diesen wunderbaren Gesang machen wird.
00:02:23: Die Josefine Strauch, Josie.
00:02:25: Hallo.
00:02:26: Oder Josie, was ihr lieber ist.
00:02:28: Josie, Josie,
00:02:28: Josefina.
00:02:29: Okay, wir printen das noch raus im Laufe des Gesprächs.
00:02:33: Eine vielseitige Solo-Säerin, Gesangstlehrerin.
00:02:36: Wir erfahren gleich noch viel, viel mehr.
00:02:37: Macht's ja auch mit.
00:02:39: Kinder, Projekte und so weiter reden wir aber gleich alles noch drüber.
00:02:42: Und wir haben natürlich Last but not least den Sozialwissenschaftler, Autor und und und und und.
00:02:48: Ich würde das jetzt mal, wenn ich das darf so zusammenfassen, natürlich auch ein Berliner Queer Guide.
00:02:53: Jeff Mann ist hier, freut mich sehr.
00:02:55: Freut mich auch, danke.
00:02:56: Schön, wie gesagt, dass ihr alle hier seid.
00:02:58: Die Kurzbeschreibung werden euch natürlich nicht gerecht, aber darum starten wir jetzt, damit wir hier schön uns miteinander vermischen, starten wir jetzt mit einer Einstiegsfrage.
00:03:07: Die erste Einstiegsfrage ist, wann und das stelle ich jetzt erst mal an die Musiker, aber ich weiß nicht, ob du auch Musik-Instrumente spielst, Jeff?
00:03:15: Nee, leider nicht.
00:03:16: Also für mich die Frage als erstes, wie habt ihr euer Leidenschaft und Talent für die Musik entdeckt?
00:03:21: Gibt es eine kleine Anekdote?
00:03:23: Gute Frage.
00:03:25: Na ne Glute.
00:03:26: Ähm ... Ich hab schon ... Es ist wie bei allen, die schon immer gesungen haben.
00:03:32: Die haben halt schon immer gesungen.
00:03:33: Ich hatte das große Glück, dass ich ... Es gab ein Chor, es gab ein Kinderchor.
00:03:39: Da durfte man erst mit fünf rein.
00:03:41: Ich bin immer gucken gegangen, weil mein älterer Bruder da auch war.
00:03:44: Dann war ich damit drei.
00:03:46: Dann wurde nur für mich das Alter runtergesetzt.
00:03:49: Dann durfte ich damit drei in diesen Kinderchor rein.
00:03:52: Ab da durfte ich dann auch mit anderen Kindern singen.
00:03:56: Da ging's los.
00:03:57: So früh war's bei mir nicht.
00:03:59: Also ich hatte gar kein Interesse für Musik.
00:04:01: Ja, aber mit zehn Jahren hat mein Vater, der spielte Akkordion, und der haben Weihnachtsmusik mal gemacht.
00:04:08: Also ich nicht.
00:04:09: Aber dann stand das Akkordion unter Weihnachtsbaum, dann hab ich mal da drauf gedrückt und dachte, ah, das ist ja schön.
00:04:15: Da hat's angefangen.
00:04:17: Ab da hab ich dann wirklich Feuer gefangen.
00:04:20: Er ist Akkordion gelernt.
00:04:22: Und dann mit zwölf Jahren bin ich zum Klavier übergegangen und so hat es entwickelt und dann mit sechzehn schon zur Schule.
00:04:29: Und da war alles vorbei.
00:04:31: Also, da gab es kein Zurück mehr.
00:04:34: Und Jeff, dann frage ich dich aber andersrum.
00:04:36: Wie ist es dazu gekommen?
00:04:38: Also du hast viele sozial- psychologische Bücher geschrieben.
00:04:41: Und schreib's auf Blogbeiträge, Artikel, Präsentationen, Workshops.
00:04:45: Wie bist du darauf gestoßen, dass du jetzt sagst, die Berliner Queer-Trans- und Clubgeschichte dich damit zu beschäftigen und dann auch natürlich, dass ihr jetzt Führungen auch dazu oder nicht jetzt so eine Führung anbietet?
00:04:57: Also ganz korrekt zu sein, sozialpsychologische Bücher habe ich nicht geschrieben.
00:05:01: Ich bin ja Sozialwissenschaftler oder Sozialwissenschaftler zu auch einem großen Interesse in Psychologie, aber ... Genau, mache ja diese Stadtführungen und anderen zu Queren-Geschichten und zu Clubgeschichte.
00:05:13: Das ist so graduell anstanden eigentlich.
00:05:16: Ich hatte immer ein sehr großes Interesse an menschlicher Sexualität, deswegen auch ein großes Fokus meiner Studienhalt auf Sexualität und deswegen auch diese Liebe für Berlin, weil Berlin eine sexuell sehr offene Stadt ist und meinen Denken und Schreiben auch um Sexualität sehr stark geprägt hat.
00:05:34: Und da spielt die Clubkultur natürlich auch eine wahnsinnig große Rolle dabei.
00:05:39: Und das ist so die Clubkulturtour, die ich heute mache, die ist so ein bisschen daraus entstanden, dass ich halt mit einer Geschichte über die Sexualität-Tour angefangen habe und gemerkt habe, die Leute haben aber auch Interesse halt an Berlin heute, an der Sexualität in Berlin heute.
00:05:53: Und genau so ist das dann so ein bisschen entstanden mit der Zeit.
00:05:56: Ihr bietet so drei Touren an.
00:05:57: Einmal Berlins Geschichte der Sexualität, die Geschichte der Berliner Clubs und Berliner Quere und Transgeschichte.
00:06:03: und dann geht ihr mit AR.
00:06:07: Ich habe das so mal gesehen, das heißt, ihr habt dann so ein Tablet dabei und dann sieht man praktisch auf dem Tablet, was ... da historisch der Hintergrund dieses Ortes oder Platzes ist und läuft durch Berlin, richtig?
00:06:17: Genau,
00:06:18: ja.
00:06:19: Das sind mittlerweile sogar vier Touren.
00:06:20: Ich habe noch eine, die über der Skinky leben, der Stadt mittlerweile.
00:06:24: Und wenn ich dann halt unterwegs bin, dann habe ich immer halt diese, mein iPad dabei, mein Tablet-Computer dabei.
00:06:29: Und vor allem bei den historischen Touren jetzt über die Sexualitätsgeschichte und die Queer- und Transgeschichte in Berlin ist das natürlich super spannend zu sehen.
00:06:35: Zum Beispiel im Gebäude, dass man sieht man von Gebäude, was halt schon in den zwanziger Jahren zum Beispiel existiert hat.
00:06:41: Aber man sieht dann, auf dem Bildschirm des iPads durch die Kamera auf das Gebäude, aber man sieht das Gebäude dann so, wie es in den zwanziger Jahren ausgesehen hat.
00:06:48: Und das ist dann eine neue Art, um Geschichte auch erlebbar zu machen und das ein bisschen mehr anders zu fühlen als jetzt nur über ein Standbild zum Beispiel.
00:06:56: So sieht man dann auch den El Dorado Club, wie er früher ausgesehen hat, weil das ist nämlich das Thema, die ganze Party heißt El Dorado Party und es geht im Gedenken natürlich an diesen legendären El Dorado Club.
00:07:07: Da reden wir aber gleich nochmal ein bisschen weiter drüber.
00:07:09: Wo fängst du denn dann an?
00:07:11: Wenn du sagst, queere oder Sexualitätsgeschichte verliehen, wo fängt man da an?
00:07:17: Geografisch oder zeitlich?
00:07:18: Zeitlich.
00:07:18: Zeitlich.
00:07:19: Das fängt so Mitte des neunzehnten Jahrhunderts an.
00:07:23: Die Tour ist vom mitten des neunzehnten Jahrhunderts bis heute, aber halt mit einem sehr großen Fokus einerseits auf die zwanziger Jahre und dann andererseits nochmal auf die siebziger, achtziger, neunziger Jahre.
00:07:35: Die zwanziger natürlich sind bekannt dafür, als werden ja oft als die goldenen zwanziger bezeichnet.
00:07:40: Und die siebziger, achtziger, neunziger hatten durch die sexuelle Revolution und durch das, was die zweite queere Befreiungsbewegung in Deutschland genannt wird.
00:07:48: Und dann halt auch noch mal eine sehr, sehr spannende Zeit.
00:07:50: Die erste war halt auch in den zwanziger Jahren, größtenteils.
00:07:52: Wir steigen ja gleich noch tiefer ein, natürlich in die zwanziger Jahre.
00:07:56: Das gehen wir gleich rein.
00:07:58: Aber jetzt dachte ich mir, damit wir das schön miteinander vermischen, spielen wir jetzt mal das Spiel entweder oder.
00:08:03: Das kann man mir jetzt noch gut an, da müsst ihr jetzt durch.
00:08:07: Und ihr dürft ja gerne irgendwie jetzt durcheinander reinreden.
00:08:09: Wir machen erst mal schnelle Sachen und dann werdet ihr das sehen.
00:08:13: Podcast oder Musik?
00:08:15: Musik.
00:08:16: Musik.
00:08:18: Podcast.
00:08:20: Film oder Musical?
00:08:21: Musical.
00:08:22: Film.
00:08:24: Das ist schwierig.
00:08:25: Jeff, das muss aber Musik
00:08:26: sein.
00:08:26: Musical, ja, ich versuch's.
00:08:29: Lesen oder Musik hören?
00:08:31: Musik hören.
00:08:31: Lesen.
00:08:32: Lesen.
00:08:34: Lieber entspannte Musik oder tanzbare Musik?
00:08:36: Entspannte Musik.
00:08:37: Entspannte Zuhause.
00:08:39: Pop oder Rock?
00:08:40: Pop.
00:08:42: Jazz oder Swing?
00:08:43: Jazz.
00:08:45: Lieber allein oder zusammen Musik machen?
00:08:48: Zusammen.
00:08:49: Ja, zusammen.
00:08:52: Voice of Germany oder DSDS?
00:08:55: Beides nicht.
00:08:56: Ja, nichts geguckt davon.
00:08:59: Eher
00:08:59: weiß.
00:09:00: Gucken.
00:09:00: Gut.
00:09:01: Ein Jahr nicht singen oder ein Jahr nicht tanzen?
00:09:08: Nicht tanzen.
00:09:09: Nicht singen.
00:09:10: Okay, gut.
00:09:12: Wenn ihr euch eine Musik aussuchen könntet, die euch den ganzen Tag begleitet bei allem, was ihr macht und die immer so als Dauerschläufe mitläuft, ist das dann eher Popmusik oder eher klassische Musik?
00:09:23: Klassische.
00:09:24: Pop.
00:09:25: Ich glaub klassische.
00:09:27: So, jetzt müsst ihr mir dann aber auch, dann habt ihr ja Szenen im Kopf.
00:09:30: Dann sagen wir mal, bei welcher Szene ihr welche Musik euch vorstellen würdet, bei welcher Alltagssituation.
00:09:39: Das ist gut.
00:09:40: Also,
00:09:41: ich koche gerne.
00:09:42: Und
00:09:42: da hab ich jetzt... Guten Morgen, Sven, aus dem Badezimmer schlappst du die Höhle des Bergkönigs?
00:09:47: Zum Beispiel, da hab ich lieber Perkind.
00:09:51: Also, klassisch.
00:09:52: Aber im Alltag zum Kochen oder so, ich koche gerne.
00:09:55: Da hab ich schön Zwingen im Hintergrund, das find ich gut.
00:09:59: Wenn ich entspannt sein möchte, dann wirklich zum Beispiel Perkind, dann sind so die Sachen, die ich gerne höre, die eben auch musikalisch anspruchsvoll sind, aber eben auch noch trotzdem heutig sind schon.
00:10:09: Das ist alles was man heute.
00:10:10: Bach oder auch Beethoven ist heute aktuell wie damals.
00:10:15: Das gefällt mir ja.
00:10:18: Ich liebe es total zu Hause für mich alleine mit ein bisschen gedimmtem Licht Jazz Musik zu hören oder so ein Down-Tempo-Haus tatsächlich auch.
00:10:32: Ja, diese zwei Versionen.
00:10:34: Aber wenn ihr jetzt so sagt, irgendwie weiß ich nicht, ihr seid jetzt laufen und dann kommt eher die Actionmusik, ihr seid jetzt, was auch immer, gibt es da so eine Szene, die euch einfällt, wo ihr sagt, das wäre doch lustig, wenn bei der und der Szene genau so eine Musik runterlegen würde.
00:10:50: Ich hätte es nicht vom Duschen singen, beim Duschen.
00:10:55: Also nein, da machst du schon wieder Regie.
00:11:00: Alte Krankheit, deiner Mann.
00:11:02: So, Leben ohne Bücher oder ohne Musik?
00:11:07: Das ist so
00:11:08: toll schwer.
00:11:09: Kein Problem, auch beides.
00:11:11: Das schmerzt beides.
00:11:12: Ja,
00:11:12: das kann nicht schwer werden.
00:11:15: Deswegen stelle ich die Frage an.
00:11:16: Aber gut.
00:11:18: Aber bei mir ist es wahrscheinlich eher schlimmer, wäre das Leben ohne die Musik, weil Musik erzählt ja auch Geschichte.
00:11:26: in einer anderen Form, aber das wäre, glaube ich, für mich Schmerz voller.
00:11:30: Da schließe ich
00:11:32: mich an.
00:11:33: Das ist unmöglich, dass uns beides gehört für mich zusammen.
00:11:38: So, jetzt habe ich die letzte Frage, die uns schön rüberleitet.
00:11:40: In Dauerschleife, wenn dein Leben in Dauerschleife Musik laufen würde, so richtig durchgehend, ohne Pause, wäre das lieber die Musik der Neunziger oder der Zwanziger?
00:11:49: Mh,
00:11:50: nämlich Neunziger.
00:11:52: Ja, Neunziger.
00:11:53: Musik der Zwanziger.
00:11:54: Aha, gut.
00:11:57: Das ist die schöne Überleitung.
00:11:59: Du hast sie gerade auch als goldene, zwanziger Jahre bezeichnet.
00:12:02: Es wird auch oft als Jazz-Zeitalter korrigiert, wenn ich das irgendwie jetzt was Falsches sage.
00:12:08: Natürlich eine Zeit zwischen den Kriegen, eine Zeit des kulturellen Aufschwungs, musikalische Revolution, viele talentierte Musiker sind in dieser Zeit ja auch durch die Epoche haben sich nach der Popularität gewonnen.
00:12:23: Mit Reisen Melodien, Julius Armstrong oder Bühnenpräsenz von Josephine Baker und einzigartige turbulente Zeiten.
00:12:30: Jetzt einfach mal gefragt, wir sind hier auch in einem ganz besonderen Theater, nämlich wir haben hier eine besondere Location, das wollte ich ja noch sagen, wir sind im Renaissance Theater, das einzige Art-Deko Theater Europas, was so in dieser Vollständigkeit erhalten ist.
00:12:43: Noch mal einen ganz, ganz großen Dank.
00:12:46: an das großartige Team, aber vor allen Dingen auch an Gunbert Wahnsinn, Intendanten, mit dem ich schon kurz Film gedreht hab, äh, denn dass wir hier überhaupt sein dürfen.
00:12:55: Und man sieht ja diese wunderbaren Hintergrund.
00:12:57: Wir wollten natürlich einen schönen Hintergrund haben für zwanziger Jahre, für El Dorado Party, über die wir reden.
00:13:02: Aber was verbindet euch denn mit den zwanziger Jahren?
00:13:06: Ich frage es jetzt erst mal allgemein.
00:13:08: Allgemein?
00:13:10: Ich hab ja ähm, drei und acht, sieh, neun, zehn, achtzig am Frühjahr, ich hab bei das angefangen.
00:13:15: Und da war die erste Verbindung Paulinke, Friedrich Holländer, Kurt Weil.
00:13:23: Da bin ich eigentlich richtig herangekommen, auch an die Qualität, die Komposition, die Texte, die haben Aussage gehabt.
00:13:31: Die Komposition waren durchdacht.
00:13:34: Das hat mich begeistert.
00:13:36: Und da, ab da, kann ich sagen, finde ich die zwanzig Jahre interessant.
00:13:40: Ich glaube, ab dem Zeitpunkt, wo ich aktiv ... angefangen hat, mich für Stimmen zu interessieren und einfach auch in einer Musik wahrgenommen habe, dass das, was mich an Musik so fasziniert, in den allermeisten Fällen Stimmen sind.
00:13:55: Und da gibt es so so so schöne Stimmen in den zwanzigern, in den dreißigern, vor allem auch, dass dort so viel und so schön erzählt wird.
00:14:01: Das erzählende Singen, glaube ich, war nicht dann zu irgendeinem Zeitpunkt einfach wahnsinnig spannend.
00:14:07: Ich glaube, bei mir ist es als schwuler Mann und queere Person einfach in meiner eigenen Geschichte als meine Bewegung.
00:14:12: Das war die zwanziger Jahre, die weltweit erste queere Befreiungsbewegung, die die Welt gesehen hat und die hat sich in Berlin abgespielt.
00:14:21: Vieles wurde von den Nazis zerstört, aber einiges wurde auch weitergetragen oder wurde wieder entdeckt, sagen wir mal.
00:14:28: Und das ist ja dann teilweise auch sehr stark mit dieser ganzen Kultur und der Musik auf verbunden, Claire Waldorf.
00:14:33: Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie diese Musik auch Geschichten erzählt, dann genau.
00:14:39: Und aktivistische Geschichten auch erzählen können.
00:14:41: Gibt es da eine Persönlichkeit, eine historische Persönlichkeit aus dieser Zeit, die euch vielleicht oder inspiriert hat oder euch inspiriert?
00:14:50: Ganz viele.
00:14:51: Ich glaube, wenn ich jetzt eine Person nennen müsste, wird es immer noch schwer, aber kann es natürlich.
00:14:56: Magnociersfeld.
00:14:59: Der Gründer der weltweite ersten Bewegung oder der ersten Organisation für die rechte Quirer-Menschen und des weltweite ersten Instituts für Sexualwissenschaften hat unglaublich viel in der Zeit für Quirer-Menschen geleistet.
00:15:11: Bei mir ist Friedrich Hollender definitiv.
00:15:14: Kläre Waldorf finde ich sehr interessant, Text nicht gesehen.
00:15:18: Ja und das ist so mein Favorit.
00:15:20: Marlene, die und noch auf dem Plakat prankt mit all ihren Ecken und Kanten.
00:15:27: Was ist, also hat es das schon angedeutet, Frank, gerade, was ist eigentlich also die Musik der Zwanziger?
00:15:32: Was macht die Musik der Zwanziger Jahre aus?
00:15:35: Was ist da das Besondere?
00:15:36: oder was ist das Merkmal oder?
00:15:39: Wie ich schon gesagt habe, es geht über die Texte.
00:15:41: Also die Texte sind praktisch der Kern, die Aussage.
00:15:45: Und wie die Komponisten es geschafft haben, diese auch dann musikalisch so, kann man sagen, illustrieren oder zu untermalen, den Text mit der Musik zu verbinden.
00:15:55: kompositorisch, auf alle Fälle wertvoll.
00:15:58: Also das ist das, was mich da eigentlich mitnimmt.
00:16:02: Zu Musik?
00:16:03: Du hast ja dich zwanzig Jahre gerade als die revolutionäre Zeit beschrieben, da würde ich gleich auch noch mal mit eingehen.
00:16:10: Gibt es ein Lieblingssong von Marlene Dietrich?
00:16:12: Ich bin die Fesche Lola, der lieblende Saison.
00:16:17: Ja.
00:16:18: Wunderbar.
00:16:18: Ich bin die Fesche Lola, der geht immer.
00:16:21: Schlager.
00:16:22: Josi, du entwickelst auch eigene Musical Production mit Jugendlichen.
00:16:26: Das richtig.
00:16:27: Wie
00:16:27: würdest du denn die Musik der zwanziger Jahre denen näher bringen oder vermitteln?
00:16:32: Oh wow.
00:16:33: Also wir haben tatsächlich keine zwanziger Jahre Musik in unseren Stücken, das ist eher sehr heutig.
00:16:41: Das ist eher Popmusik, das ist Rock.
00:16:45: Wie würdest du die begeistern dafür, dass sie sagen?
00:16:48: Ich
00:16:49: glaube, über all das, was mich auch begeistert hat, als ich mich dafür angefangen habe, zu interessieren, in langer Satz.
00:16:55: Alles, was man sehen kann, was man spüren kann, die Kostüme, diese wilde Attitüde, die man haben darf, der Tanz wahrscheinlich auch.
00:17:07: Über Bewegung, also wenn ich sage Musical, dann ist es, ich würde wahrscheinlich mit denen erstmal eine schöne, schöne Tanzeinlage.
00:17:14: Schöner Charleston.
00:17:16: Ja, ich glaube über dieses freie, wilde Gefühl würde ich daran gehen, um dann in diese Feinheit der Musik zu kommen, die dann doch vielleicht erst mal ein bisschen fremd sein kann.
00:17:26: Du arrangierst ja die Stücke, die wir da abends hören.
00:17:29: Wir arrangierst sie im Stile auch der Zwanziger.
00:17:31: Wir gehen gleich nochmal ein bisschen darauf ein.
00:17:32: Aber was heißt das?
00:17:34: Was musst du dabei beachten?
00:17:35: Oder wie setzt du das um?
00:17:38: Wir hören ja auch modernere Musik, aber im Stile der Zwanziger.
00:17:41: Das heißt, wie würdest du da das Arrangieren angehen?
00:17:43: Oder wie gehst du es an?
00:17:45: Wir haben ja das Motto.
00:17:46: Wir wollen ja in den zwanzig Jahren anfangen.
00:17:49: Aber das Publikum ist ja auch gewohnt, heutige Sachen zu hören.
00:17:53: Und die zwanzig Jahre als Grundlage, wie haben sie damals geschrieben?
00:17:58: Das war alles ohne Seil und unnetz.
00:18:03: Also alles am Plakt spielen wir.
00:18:06: Wir haben ein Instrumentarium, was jetzt in den zwanzig Jahren entspricht, die Besetzung erstmal und darauf aufbauend im Stil, wie man damals arrangiert hat.
00:18:15: Da kann ich jetzt alles erklären, aber das wäre ... Einfach so wie man damals geschrieben hat.
00:18:19: Derart angierig das.
00:18:21: Was heißt das?
00:18:22: Zwei Reisetzer dazu.
00:18:24: Also wir haben Bass, Gitarre, Schlagzeug oder Benjo.
00:18:29: Und das ist erstmal die Rhythmusgruppe, die Basis.
00:18:32: Und dann die Kommunikation oder das Zusammenspiel zwischen dem Gesang, also die Aussage getroffen wird, auch von heutigen Titeln, die ich einfach in dem Stile schreibe.
00:18:43: mit dem Zusammenspiel der Bläser, dass man mit der kleinen Besetzung eben den Schalzten, so wie man ihn kennt, wie man hört.
00:18:52: Ich finde auch, dass es häufig diese Arrangements einfach viel, viel mehr komik haben, als es ein heutiger Song zum Beispiel hätte.
00:19:00: Illustration,
00:19:00: das meine ich, das Illustrieren des Textes.
00:19:04: Also wenn ich an All About The Bass zum Beispiel denke, der Zwischenpart.
00:19:11: Wo es letztens eines dann plötzlich in die Bewegung geht.
00:19:14: Und jeder in den Spaß
00:19:16: geht.
00:19:17: Und in den ... Also die Texte in den deutschen Titeln.
00:19:21: Jemmy macht es, wie illustriert die Texte, gerade auch mit dem Bläsern oder mit dem, mit der Band, dieses Zusammenspiel zwischen der Aussage.
00:19:31: Und wie kann ich das untermauern?
00:19:32: Wie kann ich praktisch diese Aussage noch manifestieren?
00:19:36: Wie kann ich ... Farme schaffen, wo kann ich Komik reinbringen?
00:19:42: Das sind alles Sachen, die kann man gar nicht so einfach erklären.
00:19:45: Also ich weiß gar nicht, wie es machen soll.
00:19:46: Es ist viel intuitiv, was ich da mache.
00:19:49: Dann, wir gehen mal rein.
00:19:50: Du sagst ja, wir haben eine Setlist natürlich.
00:19:53: Was es alles für Liter gibt, magst du uns mal ein bisschen verraten?
00:19:55: Oder mögt ihr uns ein bisschen verraten?
00:19:57: Nicht wirklich.
00:20:00: Wir wollen die Leute ja begeistern, das noch mehr.
00:20:02: Praktisch zu der Veranstaltung, um den twenty-twanzigsten November kommen, ist so ein bisschen ein kleiner, das heißt ja, Spoiler-Alarm hier.
00:20:09: Also ein bisschen dürfen wir spoilern, was alles gespielt wird.
00:20:12: Also die Fechelola wird schon auch zu sehen und zu hören
00:20:15: sein.
00:20:15: Die Dietrich ist auf alle Fälle, in dem wir haben verschiedene Blöcke.
00:20:20: Wir beginnen in den zwanzig Jahren.
00:20:22: Da ist Fechelola, es ist Johnny, wenn du Geburtstag hast, neutgearmt Geburtstag hast.
00:20:27: Wir haben ... Cabaret, Willkamp, wir laden erst mal alle ein zu einer Party.
00:20:34: Wir haben aber auch bei mir, bist du schön, das denkt man auch, das sind das, das sind das, das sind das, das sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind
00:21:01: das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, sind das, von Charlon Sekunda, glaube
00:21:04: ich.
00:21:04: Ich weiß nicht, ich bin da kein Experte drin, aber... Ja, genau.
00:21:06: Aber denken wir auch, was ist das für ein Titel?
00:21:07: Wie passt er da rein?
00:21:08: Ja, er passt rein.
00:21:09: Die Thematik, die wir haben, Freiheit, die ist das, was die Aussage und dann mal hat, dieses Song.
00:21:17: Was haben wir noch drin?
00:21:18: Was haben wir noch drin?
00:21:20: Ich würde grad sagen, umso später der Abend wird, umso weiter schreiten wir letzten Endes voraus, aber sind dir trotzdem das, was du eben schon angedeutet hast, ne?
00:21:28: Es sind dann eher auch Pop-Songs dabei, die man vielleicht irgendwie aus dem Radio heute kennt, all about that bass zum Beispiel.
00:21:33: Die klingen dann aber nicht so, wie man die heute kennt, ja?
00:21:36: Oder
00:21:36: Flower ist den...
00:21:37: Genau.
00:21:38: Darfst du ja dann...
00:21:40: Der ist ja nur sehr aktuell und... Der
00:21:42: ist ja aktuell, aber bei uns ist es ein einfach schöner Zwingsong im Stil der dreißig vierzehr Jahre.
00:21:48: Ja.
00:21:50: Und was kommt dann in den nächsten Parts?
00:21:52: Weil ihr sagt, ihr geht in die Generei.
00:21:53: Gibt es auch ein bisschen was, was wir verraten können schon?
00:21:56: Wir haben auch Musik gefilmt.
00:21:58: Wir haben Dream Girls, das ist ein heutiger Song.
00:22:02: Was haben wir noch drin?
00:22:05: Ich weiß nicht, ob ich das schon verraten darf, aber ich tue es jetzt einfach.
00:22:08: Nicht
00:22:08: alles, ja.
00:22:08: Aber ein bisschen ducken wir ja.
00:22:09: Ja, können wir auch
00:22:10: immer noch schneiden.
00:22:11: Nein, was macht das jetzt?
00:22:14: Wir haben es ja vorhin schon gehört, dass es soll ja vor allem darum gehen, zu tanzen, einen Spaß zu haben, die die Zwanziger vielleicht auch zu fühlen, aber deshalb haben wir uns gedacht, okay, was... Auf der einen Seite kann man sie führen, indem man zwanziger hört, aber wir müssen eigentlich auch voranschreiten, wir müssen auch heutige Musik spielen.
00:22:33: Ich persönlich habe auch großen Spaß zu heutiger Musik zu tanzen und deshalb haben wir es gesagt, es gibt auch noch einen Set zur später Stunde, wo wirklich Disco und Partycharts gespielt werden, wozu einfach getanzt werden darf.
00:22:48: wo so zu man einfach Spaß haben kann und Party gemacht werden kann.
00:22:53: Das ist dann sozusagen auch noch Teil des Abends.
00:22:56: Genau.
00:22:57: Es sind immer wieder Teile dazwischen.
00:22:58: Also wir haben zwar dann mal so was wie, ich sag's jetzt mal, realite my fire oder so weiter, und gleichzeitig dann ja auch ... Trotzdem, wie der historische Mac the Knife kommt dann plötzlich auch später noch mal wieder ins Hetz vor und so weiter.
00:23:10: Also doch immer mal wieder historisches mit modernen, aber natürlich
00:23:15: im Kostüm.
00:23:15: Genau.
00:23:16: Und zum Schluss sind wir im zwanzigjährigen Kostüm wahrscheinlich und spielen die die achtziger, neunzeiger Songs.
00:23:22: Aber das ist ein wirklich, wir wollen ja feiern.
00:23:26: Wir wollen es feiern.
00:23:27: So.
00:23:27: Und da haben wir diesen gleitenden Übergang von den zwanziern in die zweitausender.
00:23:32: Ihr hattet das aber gerade auch an oder schon mal gesagt, natürlich die zwanzig Jahre ist auch die große Tanzzeit, also Schalzten und weitere Tänze beziehungsweise, wir werden auch Tänzer vor Ort haben.
00:23:43: Habts uns dazu noch was erzählen.
00:23:46: Ja, wir wollen ja nicht zu viel verraten, aber wenn man so reinkommt, ist es erstmal wirklich, man fühlt sich zurückgesetzt in der Zeit.
00:23:56: Also wir sind im Outfit, wir haben Tänzer nicht aus der Zeit, sondern in den Kostümen der Zeit.
00:24:03: Das ist wirklich erstmal der Stil, wo es fast zwei Drittel in den Arm dreien geht.
00:24:09: Und die Tänzer sind aber auch sehr kostümfreulich und sehr variabel.
00:24:12: Also wir haben hinten auch dann Belan heute und einfach die Show ist einfach schön.
00:24:20: Also wir haben auf der Bühne viel Action.
00:24:22: Das lässt sich schön anschauen, denke ich, und auch hören, hoffe ich.
00:24:25: Also auch eine ganz besondere Party, die es so in dieser Art in Papenburg, sag ich jetzt noch nicht gab, wo man wirklich mit tanzen kann, motivieren, wo wir durch diese Zeiten schwelgen.
00:24:34: Aber in diesem Swinging, hätte ich jetzt gesagt, korrigiert mich Swinging, tollen Stil, wo man einfach mit muss, haben auch noch weitere Überraschungen vor an dem Abend.
00:24:43: Wollen ja nicht alles verraten, aber es soll eine richtig schöne, tolle Party sein, noch weitere Sachen vor, ein kleiner Schmankel und so weiter.
00:24:51: Was war eigentlich so golden in den Zwanzigern?
00:24:54: Und warum war Berlin dieser magische Ort, will ich es jetzt mal nennen?
00:24:59: Also es sind mehrere Gründe, die da zusammenkommen.
00:25:02: Das erste war der erste Weltkrieg, der zu Ende gegangen ist.
00:25:05: So viele Menschen sind in diesem ersten Weltkrieg gestorben und nicht nur in diesem Krieg, sondern auch in der Pandemie, was man damals die spanische Krippe genannt hat.
00:25:14: So viele Menschen sind in der Pandemie oder in diesem Krieg gestorben, dass die Überlebenden wirklich so in den Zustand waren.
00:25:19: Okay, wir wissen nicht, was morgen ist.
00:25:20: Lass uns einfach das Leben genießen.
00:25:23: Das hat diesen diesen Freiheitspusch auch so ein bisschen nochmal mitbefeuert, dann war natürlich die Warmer Republik die erste Demokratie in Deutschland.
00:25:31: Frauen haben das Wahlrecht bekommen.
00:25:34: Es gab eine große Frauenrechtsbewegung in Berlin in den Zwanzigerjahren und das hat natürlich auch einen riesigen Teil davon, von diesem großen Freiheitsbild gehabt.
00:25:44: Berlin war auch eine Stadt der Frauen, weil so viele Männer im ersten Weltkrieg gestorben sind, dass Berlin wirklich eine Stadt von Frauen waren am Anfang.
00:25:52: Und dann war natürlich auch der Fakt, dass Berlin war viel größer, als es heute sogar ist.
00:25:57: Es waren über vier Millionen Menschen in Berlin in den Zwanzigerjahren.
00:26:01: Wir sind jetzt bei drei Komma sieben Millionen.
00:26:04: Aber es war wirklich so im Pieck vor der Nazi-Zeit oder vor dem Zweiten Weltkrieg.
00:26:09: Und viele Menschen haben halt auch... sehr eng zusammengelebt, in diesen Mietskasernen.
00:26:14: Und viele sind nur nach Hause gegangen, um halt zu schlafen, aber wollten halt nicht die ganze Zeit so eng zusammenleben.
00:26:19: Es sind viel rausgegangen, dass das Nachtleben ist aufgeblüht.
00:26:24: Das hat natürlich auch Riesenteil dazu beigetragen.
00:26:27: Und ich glaube, so ein letzter Grund ist vielleicht auch so ein bisschen wahr für Berlin oder Deutschland heute, dass das Stereotyp von Deutschen im Ausland ist, dass sie so sehr ... Strickt und regelkonform und so weiter sind und gleichzeitig werden, wenn die Deutschen aber manchmal auch so ein bisschen als Europe's kinkiest Nation beschrieben im Ausland.
00:26:45: Und ich glaube, dass so ein bisschen, manchmal so eine Verbindung vielleicht dazwischen, glaube ich, mehr, je stricter man im regulären Leben ist, desto mehr braucht man auch ein Ventil, wo man es rauslassen kann.
00:26:55: Das muss nicht das Sexuelle sein, aber das kann auch das Sexuelle sein und das Partyleben sein.
00:26:59: und das war in Berlin oder in Deutschland halt.
00:27:02: vergleißweise relativ progressiv immer auch die Politik darum, zumindest halt vor den Nazis natürlich.
00:27:10: Und das hat, genau, und all diese Sachen haben uns zusammengekommen.
00:27:14: Man muss aber auch dazu sagen, dass Berlin, ja es waren die Gollen in zwanziger Jahren, aber es gab auch wahnsinnig viel Elend in den zwanziger Jahren.
00:27:21: Es gab die Weltwirtschaftskrise, es gab die Hyperinflationen, wo ja am Anfang des Jahres ein Live-Pro-Zwei-Mark und am Ende des Jahres zwei Millionen Mark gekostet hat.
00:27:30: Also Leute haben in Schubkarren Geld durch die Straßen gefahren, weil es kein Wert mehr hatte.
00:27:34: Also auch das war natürlich die Realität der Zwanzigerjahre.
00:27:37: Und ich habe hier mal so ein Zitat gefunden, eat, drink and be merry, for tomorrow we die eye.
00:27:44: Ist trink und sei fröhlich, denn morgen werden wir sterben.
00:27:46: Das habe ich jetzt nicht gefunden von wem das kommt, aber das ist so ein Spruch der Zwanzigerjahre, der ...
00:27:51: Es würde so sehr gut passen, genau zu dem, was ich Ihnen auch gesagt hatte, mit dem nach dem ersten Weltkrieg, dass die Leute wirklich so einen Zustand fahren lassen, den Moment genießen und das Leben genießen, weil wir wissen nicht, was morgen ist.
00:28:02: Der El Dorado Club, jetzt kommen wir mal drauf, auf den El Dorado Club.
00:28:05: Das war damals einer der legendären Clubs.
00:28:09: Wie hat sich das entwickelt und was war das Besondere an diesem Club?
00:28:12: Das El Dorado war, man kann es so vielleicht ein bisschen als das Berghain der Zwanzigerjahre beschreiben.
00:28:18: Also für die die Berghain nicht kennen, der berühmteste Club, nicht nur in Berlin, sondern der ganzen Welt heute.
00:28:23: Und das war so ein bisschen das El Dorado in den Zwanzigerjahren von der Art, wie berühmt es halt war weltweit.
00:28:29: Das El Dorado war, also man hätte damals einen Travestieklub oder Transvestitenclub gesagt, nicht ein Transvestitenclub gesagt.
00:28:39: Transvestit war ein Sammelbegriff, der vom Sexualwissenschaftler, vom jüdischen Sexualwissenschaftler und Arzt der Magnussierschwelle geprägt wurde.
00:28:46: Das war damals ein Sammelbegriff für das, was wir heute Transmenschen, nicht binäre Menschen, Dragqueens, Dragkings und so weiter nennen würden.
00:28:54: Und hier in dem Fall halt vor allem das, was ... Es ging vor allem sehr viele Drag-Shows zum Beispiel.
00:29:01: Wir würden das heute als Drag bezeichnen.
00:29:02: Damals würde es nicht so bezeichnen, aber sehr viel als Drag.
00:29:05: Es ging so sehr stark um dieses Spiel mit Geschlecht.
00:29:09: Und der Club war nicht nur deswegen, aber auch deswegen wahnsinnig berühmt.
00:29:13: Das war ein sexuell sehr freier Club auch.
00:29:17: Es gab Separis, wo Leute sich zurückziehen konnten und Sex haben konnten in diesem Club.
00:29:23: Es gab viele ... Viele queere Personen, die in diesem Club ihre Karriere gestartet haben und dann später auch berühmt wurden in ganz Deutschland.
00:29:34: Und für all dies stand diese neue Freiheit als Archetyp von dieser Freiheit der Zwanzigerjahre.
00:29:42: Es gab sogar mehrere El Dorados.
00:29:44: Es gab den berühmten El Dorado, der in der Mottstraße war, aber es gab in der Martin-Lüter-Straße einen El Dorado, der schon so erfolgreich war, dass sie den zweiten El Dorado-Club eröffnet haben.
00:29:58: Und du sagtest gerade, welche Künstler sind denn da dann berühmt geworden?
00:30:01: Claire Waldorf war zum Beispiel eine Person, die ganz oft im El Dorado aufgetreten ist.
00:30:06: Und die, also das war die berühmteste lesbische Frau in ganz Deutschland.
00:30:12: Die war dauernd im Radio.
00:30:14: Es gibt eine Sängerin heute, Sigrid Grajak, die tourt manchmal mit einem Claire Waldorf-Programm und sie hat sie mal als die Lady Gaga in der Zwanzigerjahre beschrieben.
00:30:22: Weil sie sehr viele Lieder hatte, die so ein bisschen, ja heute mal ein bisschen Gaga-esque waren.
00:30:26: Wo sie auch so sehr viel über dass sie über Gender- oder Geschlechterrollen lustig gemacht hat, über das Patriarchat auch lustig gemacht hat.
00:30:33: Es hat ein Lied, wo sie zum Beispiel gesungen hat, raus mit den Männern aus dem Reichstag und rein in den Dinger mit der Frau, also sehr feministische Lieder.
00:30:41: Und die wurde halt, die waren in ganz Deutschland, wixberühmt.
00:30:45: Es gab doch auch zu dieser Zeit also sehr viel wissenschaftliche Erkenntnisse.
00:30:49: Es wurde doch auch schon, also dass man praktisch das Geschlecht beändern konnte und so weiter, gab es doch auch schon Forschungen.
00:30:55: Und wie heißt denn der jüdische ... Da gab es einen jüdischen
00:30:57: Magnusserschweld.
00:30:58: Genau, das waren die ich doch gerade ja.
00:31:00: Der hatte sich ja damit auch an Sander gesetzt, viele Bücher und so weiter.
00:31:03: Und viele NS-Funktionäre gingen da ja auch ein und aus.
00:31:07: Also Magnusserschweld, wir, die eine Person, die ganz oft im Maldorado auch war, Magnusserschweld war.
00:31:13: Also, war ein jüdischer Arzt, der halt schon in den Achtzehnhunderts neunneunzig das wissenschaftliche Militäre-Komitee gegründet hat.
00:31:20: Das war die weltweite erste Organisation für die rechte Queer am Menschen.
00:31:23: Und deswegen wird da auch so ein bisschen als die weltweite erste Queerbefreiungsbewegung beschrieben.
00:31:28: Die ist in Berlin, hat die angefangen.
00:31:33: Und er hat zum Beispiel das Institut für Sexualwissenschaften in Berlin aufgemacht, dass dieses Institut von einiger der weltweit ersten Geschlechtsangleichen Operationen für Transmännchen durchgeführt.
00:31:45: Also wirklich Transmännchen aus der ganzen Welt sind nach Berlin gekommen, um an dieses Institut zu gehen, weil es halt nur dieses eine Institut gab in der Welt.
00:31:55: Hat ja den Begriff Transvestite auch geprägt, wie ich vorhin erklärt hatte.
00:31:58: Und auch später den Begriff Transsexualismus.
00:32:00: Das war dann so ein erster Schritt hin zu einer modernen Transinternität, wie wir sie heute haben.
00:32:08: Und sein Institut wurde dann auch von den Nazis dann zerstört.
00:32:11: Aber du hast diese gute Widerspruch, so bist du bei den Nazis da auch angesprochen.
00:32:16: Also natürlich wissen wir heute, dass die Nazis natürlich queere Menschen super krass verfolgt haben.
00:32:22: Gleichzeitig gab es aber auch Nazis, die ins El Dorado gegangen sind.
00:32:26: Das gab.
00:32:27: der berühmteste Befall davon ist Ernst Röhm.
00:32:29: Ernst Röhm, Chef der SA, der Sturmabteilung, eine sehr, sehr wichtige Figur im Aufstieg der Nazis zur Macht, enger Freund von Hitler und war... relativ offen schwul.
00:32:42: Und lange Zeit hat Hitler halt auch Ernst Röhm gegen homofeindliche Angriffe verteidigt und gesagt, das sei etwas mit dem Privatleben und nichts mit der Politik zu tun.
00:32:50: Und das hat sich daneben, weil Ernst Röhm auch wahnsinnig wichtig war, strategisch für Hitler.
00:32:55: Und das hat sich dann, in der Jahr die Radikale geändert, als der Hitler dann den Schluss Ernst Röhm umbringen zu lassen, dieser nach der langen Messer, der später die nach der langen Messer genannt wurde.
00:33:06: Und Und der Grund dafür war einerseits, dass Ernst Röhm halt immer populärer wurde und Hitler und Ernst Röhm politische Differenzen hatten, wie es halt weitergehen sollte nach der Machtübernahme.
00:33:19: Und andererseits auch die SS unter Heinrich Himmler, immer sehr, sehr stark gegen die SA gepusht hat und gegen Ernst Röhm.
00:33:26: Heinrich Himmler war sehr... damit beschäftigt so was mit diesen humorotischen Fantasien, die aus diesen single-sex militärischen Spacesräumen entstehen kann.
00:33:37: Wie das ja auch in der SA der Fall war.
00:33:39: Das war an der Instruim, weil nicht der einzige schwule Mann in der SA.
00:33:43: Und der offizielle Grund, aber was Hitler natürlich nach außen kommuniziert hat, war natürlich was ganz anderes.
00:33:48: Das war einerseits, dass Römen Putz geplant hätte gegen Hitler, was nicht stimmte, und zweitens natürlich dann Römersexualität wurde dann als Grund aufgeführt, warum sie in Lust werden mussten.
00:33:57: Also das wäre jetzt genau, ich weiß es schon angedeutet, aber wo war der Moment, wo es gekippt ist?
00:34:01: Weil eigentlich war alles so frei und alles wurde ausprobiert oder man durfte sich ausleben und auf einmal gab es diesen Moment.
00:34:09: Kann man den irgendwo festmachen?
00:34:10: Woran, wie kann das?
00:34:12: Ich glaube nicht, dass man den an einem einzigen Moment festmachen kann.
00:34:15: Das ist eine historische Entwicklung, die ja schon weit vor den Zwanzigerjahren angefangen hat.
00:34:23: Es war einerseits die, das Der Muschland, das Deutschland den ersten Weltkrieg verloren hat, dass es die Europaturen gab, dass da eine Unzufriedenheit in der deutschen Bevölkerung war.
00:34:32: Es gab die Hyperinflation, die Weltwirtschaftskrise.
00:34:34: Also es gab viele Krisen, die sich halt zusammengeschlossen haben, wie das wir heute ja auch wiederum sehen, dass in Krisenzeiten halt extreme und vor allem extrem rechte Kräfte halt ganz oft sehr stark werden.
00:34:47: Und das war in den zwanziger Jahren auch nicht anders.
00:34:49: Und es war ja auch nicht... Überall in Deutschland so.
00:34:51: Es war in Berlin, gab es diese Freiheit, aber außerhalb Berlins sah es wiederum ganz anders aus.
00:34:56: Es gab ja den Paragrafen von hundert und fünfhundund siebzig, der ja männliche Homosexualität in der Strafe gestellt hat.
00:35:01: Und der wurde zwar in Berlin in den zwanziger Jahren ignoriert größtenteils, aber außerhalb Berlins war das überhaupt nicht der Fall.
00:35:09: Also Menschen sind nach Berlin gezogen, um halt diesen Paragrafen aus so bisschen zu entkommen, weil sie wussten, in Berlin wird der so bisschen ignoriert.
00:35:15: Aber das war ... Berlin war ja nicht ganz Deutschland.
00:35:18: Also das war ja in den Deutschen auch wiederum was anderes.
00:35:21: Inwieweit kann man Paar Lählen zu heute ziehen?
00:35:26: Manchmal erschrecken viele, denke ich.
00:35:28: Also ich habe vergessen, wer diesen Spruch ein ursprünglich gesagt hat, aber jemand hat mal gesagt, dass Geschichte sich nicht wiederholt, aber sehr oft reimt.
00:35:36: Und ich glaube, dass das hier definitiv auch der Fall ist.
00:35:40: Ich zeige das so ein bisschen auch.
00:35:44: Vielleicht wird es auch ein bisschen so deutlich an dem, was ich so ein bisschen das Drama der queeren Geschichte nenne, dass wir... Wir denken ganz oft, dass die queere Befreiung so mit Stonewall angefangen hat.
00:35:54: Als wir die das nicht kennen, in der neunzehntigsten in New York haben sich halt queere Menschen gegen Polizeigewalt aufgelehnt.
00:36:00: Und das ist so der Grund, warum wir heute die Prydes, die CSDs haben.
00:36:05: Aber es gab halt so diese gigantische Bewegung in den zwanziger Jahren in Berlin, also schon lange, lange davor.
00:36:10: Das wurde aber alles von den Nazis komplett zerstört.
00:36:13: Und das war ja dann, als die Nazis zerstört haben, der dann auch komplett weg ist.
00:36:18: Es gab nur diese dieses eine Institut für Sexualwissenschaften in der Welt, wo ja diese Bewegung auch zu Hause war.
00:36:25: Und danach musste alles wieder neu angefangen werden.
00:36:28: Und ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass wir heute... Vor allem, wenn es um das Thema Nicht-Binarität und auch Trans geht, wieder in der Diskussion, in der gesellschaftlichen Diskussion an einem ähnlichen Punkt sind, wie wir schon in den zwanziger Jahren waren.
00:36:43: Und wie heute das wieder so als neu und modern sehen, dabei gab es das alles schon vor hundert Jahren.
00:36:49: Es wurde halt alles nur von den Nazis zerstört.
00:36:51: Und wir sehen jetzt, es gibt jetzt wieder diese Mehr-Sichtbarkeit auch von Trans-Menschen.
00:36:56: Und gleichzeitig gibt es dann auch wieder diesen extremen, also Trans-Menschen werden ja gerade auch von extremen Rechten auch sehr stark wieder dazu benutzt, um Stimmung zu machen und Machtproduktion zu erreichen.
00:37:09: Also das sehe ich durchaus auch sehr viele Parallelen zu damals.
00:37:12: Also umso wichtiger, dass man ja nochmal daran erinnert, dass sich Geschichte nicht wiederholt und das wollen wir halt auch mit genau diesem Abend ja auch versuchen, also sprich nicht versuchen, sondern eine Party nochmal im Gedenken an dieses freie Leben, was wir eigentlich ja verteidigen sollten wollen.
00:37:29: Und da noch mal eine Frage an euch alle.
00:37:31: In dem Sinne, was bedeutet für euch Freiheit?
00:37:35: Freiheit.
00:37:36: Für mich ist das, dass ich selbst bestimmen kann, wie ich lebe, was ich mache, wie ich meine Zeit verbringe.
00:37:44: Also die selbstbestimmte Zeit, die ich habe.
00:37:48: Viele Menschen können das ja nicht.
00:37:50: Und ich bin schützend glücklich, dass ich in der Situation bin, einfach mein eigenes Leben so zu gestalten.
00:37:57: Für mich Freiheit.
00:37:58: Ecken und Kanten haben zu dürfen, besonders als Frau.
00:38:03: Ich habe so ein sehr, sehr... Ja, das sage ich schon kompliziert im Verhältnis dazu.
00:38:09: Also einerseits natürlich die Freiheit zu sein, zu können, wer man möchte.
00:38:12: Freiheit ist unabdinglich und gleichzeitig ist es auch immer etwas, was, glaube ich, beängstigend sein kann.
00:38:18: Es gibt also... Interessante Untersuchungen auch in der Soziologie und Sozialpsychologie, wo so ein bisschen diese Furcht der Freiheit so ein bisschen beschrieben wird und das auch so ein bisschen manchmal mit einem Aufkommen von extremen Bewegungen dann zusammenhängen kann.
00:38:34: Also dass es manchmal einfacher ist.
00:38:38: Also das ist ja nicht für mich persönlich, sondern das ist jetzt so ein gesellschaftlicher Analyse, dass es manchmal einfacher für Menschen ist.
00:38:45: keine Freiheit zu haben, weil man dann nicht mit dieser Qual beschäftigt, manchmal ist es so zu wählen, auch wählen zu müssen, wo soll es jetzt hingehen mit dem eigenen Leben.
00:38:54: Und das manchmal erschreckenderweise auch ein Grund sein kann für das Aufkommen von extremen Kräften.
00:39:03: Und deswegen, um so einen Grund mehr ist natürlich diese Freiheit und auch zu verteidigen, weil sonst sind sie halt irgendwann weg.
00:39:08: Das ist ja gerade so ein weltweit Bewegung, die Angst vor dieser Freiheit hat zu.
00:39:14: würde ich das auch so bezeichnen.
00:39:17: Also Leute, die Angst haben vor Freieinheit zu sehen, sich wieder danach, dass die Regeln vorgesetzt bekommen.
00:39:22: Und das ist natürlich was, wo ich finde, müssen wir alle entgegenwirken, auch ein ganz wichtiges Thema der Kultur.
00:39:28: In der Kultur immer wieder das Thema aufzugreifen, weil Kultur sich ja die Menschen auch oder beeinflussen soll, beziehungsweise denen auch eine neue Richtung oder eine andere Richtung vorgeben kann.
00:39:39: Und das ist ganz wichtig, dass wir da und bewegen deswegen auch dieses wichtige Saisonthema.
00:39:44: Und wir könnten natürlich da noch stundenlang darüber reden.
00:39:48: Wir sind nur langsam, unsere Zeit ist sehr begrenzt.
00:39:51: Wir wollen darüber reden, wir wollen aber vor allen Dingen am zwanzigsten auch feiern, dass wir dafür einstehen für dieses Thema Freiheit.
00:40:00: Jetzt habe ich aber noch ein schönes abschließendes ... Spiel.
00:40:08: Ein Zitate-Spiel.
00:40:09: Und zwar habe ich hier Zitate von Leuten, die in den Zwanzigern gelebt gewirkt oder vielleicht darüber hinaus erst berühmt geworden sind.
00:40:16: Aber und ihr müsst mal erraten, von wem dieses Zitat stammt.
00:40:20: Nicht Linsen hier.
00:40:23: Und sagt, schätzt mal ein, was ihr denkt, wer dieses Zitat gesagt haben könnte.
00:40:31: Ich werde mein ganzes Leben lang tanzen.
00:40:33: Ich würde gern atmos und erschöpft am Ende eines Tanzes sterben.
00:40:37: War das Fred Astaire oder Josephine Baker?
00:40:40: Josephine
00:40:40: Baker.
00:40:41: Das war ein schöner
00:40:43: Start.
00:40:46: Kinder und Tiere verstehen meine Musik am besten.
00:40:49: War das George Gershwin oder Igor Stravinsky?
00:40:53: Stravinsky.
00:40:54: Keine
00:40:54: Ahnung.
00:40:55: Ich finde Frank hat geantwortet.
00:40:56: Frank hat
00:40:58: recht.
00:40:59: Ihr seid ja auch heute, habt ihr echt Glück.
00:41:00: Ihr könnt schon aufteilen, wer die Antwort vorgibt hier.
00:41:04: Es gibt nur zwei Arten von Musik.
00:41:06: Gute und schlechte.
00:41:07: Es kommt nicht drauf an, was du spielst, sondern wie du spielst.
00:41:10: Du ist Armstrong oder Benny Goodman?
00:41:12: Ich mein Goodman.
00:41:14: Traten, du bist Armstrong, keine Ahnung.
00:41:16: Nee, Goodman war das.
00:41:17: Nee, das war Louis Armstrong.
00:41:18: Ammenreicht
00:41:20: hat er.
00:41:23: So, was wir spielen, ist das Leben.
00:41:26: Glenn Miller oder Louis Armstrong?
00:41:27: Miller.
00:41:28: Ja, sagt auch mit.
00:41:29: Nee, ist Armstrong.
00:41:30: Gut.
00:41:31: So, jetzt habe ich auch, weil du das Thema starke Frauen warst sowieso, also ich hatte es hier eh, da hast du schon automatisch angesprochen, da hatte ich natürlich auch da drin, aber dann hier schöne starke Frauenzitate.
00:41:42: Die Männer betreuen immer, sie lieben die innere Schönheit der Frau.
00:41:46: Komischerweise gucken die aber immer woanders hin.
00:41:49: Wer war das?
00:41:51: Lu-Andre Salome oder Marlene Dietrich?
00:41:54: Wahrscheinlich Marlene Dietrich.
00:41:55: Das ist jetzt auch Raden.
00:41:57: Marlene Dietrich, ja.
00:41:59: Dadurch einig?
00:42:00: Ja, ist Marlene Dietrich.
00:42:02: Die meisten Frauen setzen alles daran, einen Mann zu ändern.
00:42:05: Und wenn sie ihn dann geändert haben, mögen sie ihn nicht mehr.
00:42:08: Zaraleander oder Marlene Dietrich?
00:42:11: Bleiben wir bei Marlene.
00:42:12: Ja, bleiben wir auch mal dabei her.
00:42:13: Habt ihr recht?
00:42:14: Ja.
00:42:16: Gut.
00:42:16: Die
00:42:16: macht eine Ansage nach mir.
00:42:19: Aber das ist ja einmal, kriegt ihr an der Seite, an der anderen Seite ab.
00:42:21: Gut.
00:42:22: Die Jugend ist glücklich, weil sie die Fähigkeit hat, Schönheit zu sehen.
00:42:26: Jeder, der die Fähigkeit behält, Schönheit zu sehen, wird niemals alt.
00:42:29: Lou-André Salomé oder Franz Kafka.
00:42:32: Was?
00:42:32: Schimm ich zu Kafka?
00:42:33: Ich
00:42:34: war gerade unsicher, ob es zu Kafka passt.
00:42:36: Das ist gut.
00:42:37: Ja.
00:42:38: Ich sag
00:42:39: auch mal, Kafka,
00:42:39: ja.
00:42:40: Muss ich mich jetzt entscheiden?
00:42:41: Na gut, ich wollte euch extra verwirren.
00:42:43: Es war Kafka.
00:42:44: Ich glaub nicht, dass es von Kafka kommt, aber das kommt von Ihnen.
00:42:48: Du musst eine Ausbildung machen.
00:42:49: Du musst zur Schule gehen und lernen, dich mit dem Stift zu schützen.
00:42:52: Nicht mit der Pistole.
00:42:54: Hermann Hesse oder Josephine Baker?
00:42:56: Spontansagen Hesse.
00:42:58: Frank?
00:43:00: Schieß spontan was aus.
00:43:01: Schnellradrunde hier.
00:43:02: Stellradrunden,
00:43:03: äh, Baker.
00:43:05: Du hast recht.
00:43:06: Das
00:43:06: war Baker.
00:43:08: Um deine Vorurteile zu verlieren, musst du reisen.
00:43:11: War das Friedrich Ebert, Reichspräsident der Weimarer Republik oder Malene Dietrich?
00:43:16: Alina.
00:43:17: Willst du auch sagen
00:43:17: Malene?
00:43:18: Nee, Malene nicht.
00:43:20: Doch, war Malene.
00:43:21: Ja.
00:43:22: Okay.
00:43:23: So, und jetzt, es scheint mir, dass nicht die Welt so schlecht ist, sondern das, was wir daraus machen.
00:43:29: Gustav Stresemann oder Louis Armstrong?
00:43:32: Armstrong.
00:43:33: Ja, Armstrong.
00:43:34: Yes.
00:43:35: Habt ihr recht.
00:43:37: Jetzt noch ein schönes Zum Schluss.
00:43:38: Alle Menschen können zusammenleben.
00:43:40: wenn sie es denn wollen.
00:43:42: Gandhi oder Josephine Baker?
00:43:44: Ich fände es an Josephine Baker.
00:43:46: Wahrscheinlich haben sie es beide gesagt.
00:43:49: Schön gesagt.
00:43:50: Aber also zumindest, was mir so online gesagt wird, war es Josephine Baker.
00:43:54: Josephine Baker.
00:43:55: Aber was sind sie denn da?
00:43:55: Oder welchen schönen Rahmen die da gefunden
00:43:57: haben?
00:43:57: Hast du der Regenbogenfamilie, die er danach hatte?
00:44:00: Das ist ja genannt, ihre Regenbogenfamilie, dass sie ganz viele Kinder auch, was so unterschiedliche Kulturen auch adoptiert hat und das dann ihre Regenbogenfamilie genannt hat.
00:44:08: Dann kommen wir leider schon zum Ende und wollte euch da noch mal fragen, habt ihr ein Plädoyer für jetzt, für diese Zeit, was ihr loswerden wollt?
00:44:18: Es wird ganz stark dafür, Plädoyen aus der Geschichte zu lernen und erst mal Geschichte zu lernen, Übergeschichte zu lernen und dann auch die richtigen Konsequenzen daraus zu lernen, dass man erkennt, wenn es Widerstrimmung gibt, die in die Richtung gehen und dann noch dagegen handelt.
00:44:37: und von der Geschichte zu erzählen.
00:44:41: Und auch gerade dieses Nicht-Aufhören zu fragen, in welchem Wald auch immer und in welcher Position auch immer man sich befindet, ich als Musikerin zum Beispiel, das tun, was man kann, um dem entgegenzuwirken.
00:44:57: Und ja.
00:45:00: Ja, und sich richtig und sich nicht verängstigen lassen.
00:45:05: Die Angst, die Massenhistorie, das ist das, was einfach hemmt und lehmt.
00:45:12: Angst auch vor dem Freisein.
00:45:14: Angst vor dem Freisein.
00:45:14: Und
00:45:14: ich glaube, Musik ist ein gutes Gegenmittel.
00:45:18: Voll.
00:45:20: Wir geben uns Mühe am zwanzigsten.
00:45:22: Musik
00:45:22: und Tanz.
00:45:24: Ja, wie gesagt, leider ist es schon zum Ende, am fünfzehnten kommt auch nicht, monatlich immer zum fünfzehnten kommt, sondern Podcast raus.
00:45:31: Wie immer gibt es wie gesagt diesen Radio-Edit.
00:45:33: Und der Radio-Edit auf der Emsfechtewelle ist da zu hören.
00:45:36: Weiteres findet man in den Show-Notes.
00:45:38: Und vielen Dank nochmal für diese tolle Partnerschaft auch mit dem Radio.
00:45:42: Und schreibt bitte Kommentare auch zu den Radio-Edits, sonst generell Kommentare immer wieder darunter schreiben.
00:45:48: Ich bedanke mich sehr bei euch, Josie, Jeff und Frank.
00:45:53: Toll, dass ihr das mitgemacht habt.
00:45:55: Vielen, vielen Dank.
00:45:56: Wir freuen uns natürlich ganz toll auf die Party, die wir machen, die Tolle Freiheitspartei.
00:46:01: Und Jeff, wir würden uns freuen, wenn du natürlich als Ehrengaste auch mitkommst.
00:46:05: Vielleicht willst du ja
00:46:07: auch was mitsingen.
00:46:08: Was wäre dein
00:46:09: Abend?
00:46:10: Ich
00:46:12: kann gerne dann tanzen während gesungen wird.
00:46:14: Ja,
00:46:15: aber das wäre großartig, wenn wir euch alle, wie gesagt, in Papenburg sehen dürfen und natürlich unser Zuhörer hier, dass ihr alle reichlich kommt, reichlich Leute mitbringt.
00:46:23: Lasst uns feiern, lasst uns eine tolle Party machen.
00:46:26: Die Eldorado-Party in Papenburg.
00:46:28: lasst uns die Freiheit und das freie Leben feiern.
00:46:31: Und wie man das so im Emsland sagt, nicht sinnlos besaufen, sondern saufen mit Sinn.
00:46:36: Deswegen mit einer fantastischen Musik- und Bühnschow.
00:46:39: Wir freuen uns auf euch und hoffen, wir sehen uns alle am XX.
00:46:42: November im Güterbahnhof.
00:46:44: Denn ihr wisst ja, deine Augen werden Ohren machen.
00:47:15: Tobias
00:47:16: Cicciola, Musik Niklas Erbenbach und Tobias
00:47:20: Cicciola.
00:47:21: Neue Folgen gibt es immer am fünften jeden Monats.
00:47:25: Parkenwohl Kultur und deine Augen werden Ohren machen.
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